Hundehaftpflicht in Hamburg - Regelung zur Hundehaftpflicht in Hamburg

Die Freie und Hansestadt Hamburg ist als Stadtstaat mit knapp 1,8 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands, siebtgrößte der Europäischen Union sowie größte Stadt, die nicht Hauptstadt eines ihrer Mitgliedsstaaten ist.

Vom 15. Dezember 2010 an trug Hamburg als zweite europäische Stadt für ein Jahr den Titel „Umwelthauptstadt Europas“. Zudem ist Hamburg seit 1982 Sitz des Internationalen Seegerichtshofs, der bedeutendsten Einrichtung der Vereinten Nationen in Deutschland.

Hundehaftpflichtversicherung
Die Halterin oder der Halter eines Hundes ist verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung ohne Selbstbeteiligung oder mit einer Selbstbeteiligung von höchstens 500 Euro zur Deckung der durch den Hund verursachten Schäden mit einer Mindestversicherungssumme in Höhe von 1 Million Euro für Personen- und sonstige Schäden abzuschließen und aufrechtzuerhalten. Die Haftpflichtversicherung muss mindestens die Haftung des Tierhalters nach § 833 des Bürgerlichen Gesetzbuches umfassen.

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Bestimmungen nach dem Hundegesetz
Nach dem am 21.03.2006 in Kraft tretenden Hundegesetz ist in Hamburg das Halten gefährlicher Hunde nur mit der Erlaubnis der zuständigen Ordnungsbehörde gestattet.

Bei den folgenden Gruppen und Rassen von Hunden sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden wird die Eigenschaft als gefährliche Hunde stets vermutet:
  • Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier,
  • Staffordshire Bullterrier
  • Bullterrier.
Gefährliche Hunde sind darüber hinaus Hunde, die ein der Situation nicht angemessenes oder ausgeprägtes Aggressionsverhalten gegen Menschen oder Tiere zeigen, insbesondere Hunde,
  • die durch Zucht, Kreuzung, Haltung oder Ausbildung eine erhöhte Aggressivität entwickelt haben,
  • die sich gegenüber Mensch oder Tier als bissig erweisen,
  • die in Gefahr drohender Weise Menschen angesprungen haben oder
  • die gezeigt haben, dass sie unkontrolliert Wild, Vieh oder andere Tiere hetzen, beißen oder reißen.

Bei den folgenden Rassen von Hunden sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden wird die Gefährlichkeit vermutet, solange der zuständigen Behörde nicht für den einzelnen Hund nachgewiesen wird, dass dieser keine gesteigerte Aggressivität und Gefährlichkeit gegenüber Menschen oder Tieren aufweist:
  • Bullmastiff
  • Dogo Argentino
  • Dogue de Bordeaux
  • Fila Brasileiro
  • Kangal
  • Kaukasischer Owtscharka
  • Mastiff
  • Mastin Español
  • Mastino Napoletano
  • Rottweiler
  • Tosa Inu.
Erlaubnis zur Haltung gefährlicher Hunde
Das Halten gefährlicher Hunde ist grundsätzlich verboten. Wer einen gefährlichen Hund halten will, bedarf der Erlaubnis der zuständigen Behörde.
Die Erlaubnis ist vor Beginn der Haltung bei der zuständigen Behörde zu beantragen. Die Halterin oder der Halter hat dabei das berechtigte Interesse an der Haltung des gefährlichen Hundes sowie seine Zuverlässigkeit für den Umgang mit gefährlichen Hunden nachzuweisen.
Die Bescheinigung über die Antragstellung beziehungsweise die Erlaubnis sind beim Ausführen des Hundes stets im Original mitzuführen und den Bediensteten der für die Durchführung dieses Gesetzes zuständigen Behörden auf Verlangen vorzuzeigen und zur Prüfung auszuhändigen.

Die Erlaubnis darf auf Antrag nur erteilt werden, wenn
  1. keine Gefahren für Leben, Gesundheit oder Eigentum Dritter entgegenstehen,
  2. keine Bedenken gegen die Zuverlässigkeit der Halterin oder des Halters bestehen und
  3. die Antragstellerin oder der Antragsteller nachweist, dass
  • ein berechtigtes Interesse an der Haltung des gefährlichen Hundes besteht,
  • der Hund sterilisiert oder kastriert ist,
  • eine Haftpflichtversicherung besteht,
  • der Hund fälschungssicher gekennzeichnet ist und
  • sie bzw. er mit dem Hund eine geeignete und von der zuständigen Behörde anerkannte Hundeschule besucht hat.

Geeignet ist eine Hundeschule, der Einrichtungen und ausgebildetes Personal für die Vermittlung der für die Haltung eines gefährlichen Hundes erforderlichen Sachkunde sowie für die Erziehung des Hundes zur Verfügung stehen.
Die Erlaubnis ist mit der Auflage zu verbinden, die zuständige Behörde schriftlich oder zur Niederschrift über den Tod oder die Abgabe des Hundes (Todes- oder Abgabetag, Name und Anschrift der neuen Halterin oder des neuen Halters), einen Wechsel des Haftpflichtversicherers sowie über eine Änderung der Anschrift der Halterin oder des Halters zu unterrichten und die Haftpflichtversicherung während der gesamten Zeit der Haltung aufrechtzuerhalten.
Die Erlaubnis kann befristet werden.

Es gilt Maulkorb- und Leinenzwang für Kampfhunde. Durch einen positiven Wesenstest kann eine Freistellung bewirkt werden.

Der Hundesteuersatz für Kampfhunde beträgt 600,-- Euro im Kalenderjahr und übersteigt damit den Steuersatz für andere Hunde um das ca. 6-fache.

Weitere Informationen zur Hundehaftpflicht und zu sonstigen Tarifen der Hundeversicherung finden Sie auch hier:

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