Hundehaftpflicht in München - Regelungen zur Hundehaftpflicht in München

Der Freistaat Bayern ist das flächengrößte deutsche Land und steht nach der Einwohnerzahl hinter Nordrhein Westfalen an zweiter Stelle. Auf mehr als 70.000 km² leben und arbeiten hier über 12 Millionen Menschen.
Bayern ist größer als die Schweiz und bevölkerungsreicher als Schweden. Und Bayern wächst: Rund eine Million Menschen sind in den letzten 25 Jahren aus den übrigen Bundesländern nach Bayern gekommen, mehr als in jedes andere Bundesland. Traditionell gliedert es sich in die drei Landesteile Franken, Schwaben und Altbayern.

Hundehaftpflichtversicherung
In Bayern bzw. in München gilt keine Pflichtversicherung für Hunde. Es werden keine Versicherungssummen vorausgesetzt.
Die Erlaubnis zur Haltung eines gefährlichen Hundes ist in der Regel vom Nachweis des Bestehens einer besonderen Haftpflichtversicherung abhängig zu machen.

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Bestimmungen nach der bayrischen Hundeverordnung
Als gefährliche Kampfhunde gelten nach der bayrischen Hundeverordnung in der Fassung vom 01.11.2002 „Hunde, bei denen auf Grund rassespezifischer Merkmale, Zucht oder Ausbildung von einer gesteigerten Aggressivität und Gefährlichkeit gegenüber Menschen oder Tieren auszugehen ist“.

  • Kategorie 1: Die Eigenschaft als Kampfhund wird stets vermutet.
  • Kategorie 2: Die Eigenschaft als Kampfhund wird vermutet, solange nicht für den einzelnen Hund ein entsprechender Negativnachweis geführt ist.


Bayern ist das Land mit der längsten Rasseliste.

In der Kategorie 1 (§1 Abs. 1 Verordnung über Hunde mit gesteigerter Aggressivität und Gefährlichkeit) sind die Rassen aufgeführt, denen die Kampfhundeeigenschaften Aggressivität und Gefährlichkeit unwiderlegbar unterstellt werden. Als gefährliche Kampfhunde gelten nach der bayrischen Hundeverordnung in der Fassung vom 01.11.2002 insbesondere die Rassen:

  • Pit Bull Terrier
  • Bandog
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • Tosa Inu


Diese Rassen und Gruppen von Hunden sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden wird die Eigenschaft als Kampfhunde stets vermutet.

Die Kategorie 2 (§1 Abs. 2 Verordnung über Hunde mit gesteigerter Aggressivität und Gefährlichkeit) enthält die Rassen, denen diese Eigenschaften widerlegbar unterstellt werden.
Das bedeutet, dem Halter ist die Möglichkeit eröffnet, der Gemeinde mittels eines Gutachtens von einem Sachverständigen glaubhaft zu machen, dass sein Hund die unterstellten Eigenschaften nicht besitzt. Er erhält dann ein sogenanntes Negativzeugnis, welches von der Erlaubnispflicht zum Halten und vom Zuchtverbot befreit. Das Negativzeugnis kann allerdings mit Auflagen verbunden werden.
Bei folgenden Rassen von Hunden wird die Eigenschaft als Kampfhunde vermutet:

  • Alano
  • American Bulldog
  • Bullmastiff
  • Bullterrier
  • Cane Corso
  • Dog Argentino
  • Dogue de Bordeaux
  • Fila Brasileiro
  • Mastiff
  • Mastin Espanol
  • Mastino Napoletano
  • Perrode Presa Canario (Dogo Canario)
  • Perrode Presa Mallorquin
  • Rottweiler


Haltungsbedingungen

Gefährliche Hunde dürfen nicht gezüchtet oder gekreuzt werden.

Das Landesstraf- und Verordnungsgesetz in Bayern schreibt für das Halten gefährlicher Hunde eine Erlaubnis der Wohnortgemeinde vor. Folgende Punkte werden für die Erteilung der Erlaubnis vorausgesetzt:

  • gegen die Zuverlässigkeit des Halters dürfen keine Bedenken bestehen
  • es muss ein berechtigtes Interesse an der Haltung gerade eines Kampfhundes nachgewiesen werden
  • Die Erlaubnis darf nur erteilt werden, wenn Gefahren für Leben, Gesundheit, Eigentum oder Besitz nicht entgegenstehen
  • Die Erlaubnis ist in der Regel vom Nachweis des Bestehens einer besonderen Haftpflichtversicherung abhängig zu machen
  • Dabei ist regelmäßig Leinen- und Maulkorbzwang angeordnet.

Wer einen Kampfhund ohne gemeindliche Erlaubnis hält, kann mit Geldbuße bis 10.000,-- Euro bestraft werden. Verstöße gegen das Verbot der Zucht werden mit bis zu 15.000,-- Euro Geldbuße geahndet.

Hier eine kleine Checkliste zur Hundehaftpflicht mit den wichtigsten Leistungspunkten im Überblick:

  • wie hoch ist die Versicherungssumme für Personenschäden?
  • wie hoch ist die Versicherungssumme für Sachschäden?
  • wie hoch ist die Versicherungssumme für Vermögensschäden?
  • ist das Führen ohne Leine versichert?
  • ist das Fremdhüten (d.h. wenn Freunde und Bekannte auf den Hund aufpassen) mitversichert?
  • ist die Teilnahme am Training in der Hundeschule mitversichert?
  • sind Mietsachschäden mitversichert?

Dies sind nur einige Leistungspunkte, die man bei einer Hundehaftpflicht beachten sollte. Achten Sie auch auf den Preis einer Hundehaftpflicht. Oft ist es ratsam einen Tarif mit einer Selbstbeteiligung zu wählen, denn so spart man sich auf der einen Seite Geld durch einen niedrigeren Beitrag und diese Tarife sind auf lange Sicht beitragsstabiler!

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